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Vortrag beim Afrikanischen Filmfestival

2018 Nov
Vortrag beim Afrikanischen Filmfestival

Letzten Freitag waren wir eingeladen einen Vortrag beim Afrikanischen Filmfestival im Studio Kino in Hamburg zu halten. Gezeigt wurde der prämierte Film Galamsey – Für eine Handvoll Gold. Selbstverständlich ging es im Vortrag um Eco + Fairtrade Gold und unsere Bergbaureisen. Besonders gefreut hat uns, dass wir zusammen mit dem Regisseur und Kamermann Johannes Preuss an der Veranstaltung teilgenommen haben. Johannes Film „Galamsey“ wurde im letzten Jahr in Los Angeles mit dem Studenten-Oscar in der Kategorie Best International Documentary ausgezeichnet.

„Er widmet sich dem illegalen Goldbergbau in Ghana und zeigt die extremen Arbeitsbedingungen, die die Gesundheit der Menschen gefährden. Die enormen Auswirkungen des Goldschürfens belasten die Umwelt des westafrikanischen Landes sehr (Wasservergiftung, Luftverschmutzung, durch Raubbau fehlende Flächen). Ghana ist, nach Südafrika, der zweitgrößte Goldproduzent Afrikas. Mittlerweile sollen bis zu 40% des ghanaischen Goldes aus illegalem Abbau stammen. Bis zu einer Million Menschen aus ganz Westafrika, unter ihnen viele Kinder, leben in provisorischen Lagern und suchen in mühsamer Handarbeit nach dem Edelmetall. Das Geld auf Kosten der Menschen und der Zukunft Ghanas verdienen aber multinationale Konzerne.“

Das Afrikanische Filmfestival präsentiert noch bis zum 11.11.2018 Konzerte, Ausstellungen und Vorträge in der Internationale Kulturfabrik Kampnagel, im Gängeviertel Hamburg und im Studio-Kino.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Einladung einen Vortrag beim Afrikanischen Filmfestival zu halten!

Hier seht Ihr den Trailer:

Über Johannes Preuss:

Johannes Preuss, 1983 in Berlin geboren, erhielt 2018 sein Diplom im Fach Fernsehjournalismus an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sein Diplomfilm NOLLYWOOD wirft einen Blick hinter die Kulissen der größten Filmindustrie in Afrika. Er führte Regie und Kamera in dem Film GALAMSEY über das illegale Goldgeschäft in Ghana, prämiert mit dem Goldenen Studenten-Oscar für den Besten Internationalen Dokumentarfilm 2017 und einem Platz auf der Shortlist der BAFTA Student-Awards. Sein Debut im deutschen Fernsehen machte er als Autor und Kameramann mit der Dokumentation AUF STRASSE 7 INS HERZ VON PATAGONIEN. In dem Film, erstmals ausgestrahlt auf ZDF im Mai 2018, geht es auf einer der außergewöhnlichsten Straßen Südamerikas durch die grandiose Wildnis Patagoniens.

Vor der Akademie begann er seine Arbeit als Autor und Produzent für Filme der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, vornehmlich in Ghana und Nigeria sowie in Mittelamerika. Er produziert auch weiterhin Filme im Auftrag von Partnern wie der Europäischen Union, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Goethe Institut. 2010 absolvierte er sein erstes Studium an der Universität Bonn mit einem Magisterabschluss in den Fächern Politische Wissenschaft, Geschichte und Romanistik.

Über das Afrikanische Filmfestival:

Unter dem Motto „Protestbewegung in den Kunst- und Kulturszenen afrikanischer Metropolen und die Zukunft Afrikas“ werden Musiker, bildende Künstler, Filmschaffende und Autoren aus den urbanen Kunstszenen sich und ihre Werke in der Stadt präsentieren. Der Schwerpunkt des Festivals liegt auf dem Senegal, wo die meisten eingeladenen Künstler auch leben.

Durch öffentliche Aktionen, Massenevents, permanente Permormances, Ausstellungen und Straßenkünste wollen diese Künstler in ihren Heimatländern das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen und verändern. Sie wollen ihnen Mut machen, ihre Rechte einzufordern und ihre Lebensperspektiven zu entwickeln. Daraus sind in vielen Metropolen Afrikas große Protestbewegungen entstanden. Erklärtes Ziel ist es vor allem, den Stolz der Menschen auf das eigene Land, ihre Kultur und ihre Identität als Afrikaner wieder stärker ins Bewusstsein zu bringen. Sie rufen die Menschen dazu auf, sich nicht auf den gefährlichen und langen Weg nach Europa oder den USA zu machen, sondern in ihrem Land, in ihrer Heimat zu bleiben und dort aktiv für bessere Lebensbedingungen zu kämpfen

Einige dieser Künstler und Aktivisten stellen wir auf unserem afrikanischen Festival vor. Sie werden in Kooperation mit deutschen Künstlern und Jugendlichen Projekte vor Ort erarbeiten, Workshops anbieten und gemeinsam auftreten.

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