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Bergbaureise 2014 Puerto Maldonado

2014 Okt
Gold Bergbau – Madre de Dios (PE)

Gleich auf unser ersten Reiseetappe zu den Goldschürfern von Puerto Maldonado/ Department Madre de Dios/ Peru haben wir Gold gefunden.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit, 40 Grad mit wenig Schatten und jede Menge Moskitos haben uns den Dschungelaufenthalt im Grenzland zu Brasilien und Bolivien nicht leicht gemacht. Dennoch war unser Besuch sehr erfolgreich.

Gemeinsam mit der Journalistin Hildegard Willer (Lima) haben wir in 4 Tagen die verschiedenen Facetten des Artisanalen Kleinbergbaus im Amazonasgebiet kennengelernt:
Generell wird am Flusslauf des Madre de Dios auf konventionelle Art Gold geschürft. Die Goldschürfer arbeiten fast ausschließlich informell und illegal, für die Goldgewinnung wird Quecksilber verwendet und eine Renaturierung findet nicht statt. Für diese Art der Goldgewinnung hat die Gegend rund um Puerto Maldonado in den letzten Jahren eine große internationale Aufmerksamkeit bekommen und die Bilder der Umweltzerstörung gingen um die Welt.
Seit dem hat sich einiges verändert: Wir haben Goldschürfer in Ihren Claims besucht, die Ihre Arbeit formalisieren und auf Fairtrade Bergbau umstellen wollen, ebenso wie die Vertreter von Menschenrechts- und Umweltorganisationen, die diese darin unterstützen. Mit Biologen haben wir über die Quecksilbergewinnung und deren Folgeschäden an Mensch und Umwelt gesprochen und von den Möglichkeiten einer späteren Renaturierung. Insbesondere das Projekt einer Schweizer Universität in Kooperation mit einer peruanischen NGO, in dem es um die Weiterentwicklung von Quecksilber-Retorten geht (die in Zukunft einen geschlossenen Kreislauf gewährleisten sollen), vermittelt Zuversicht.

Für uns war der Spagat zwischen der beeindruckenden Flora und Fauna des Amazonasgebiets und den Umweltschäden durch den Goldbergbau eine persönliche Herausforderung.

Mit diesen Eindrücken geht es jetzt ins Andenhochland und weiter an die Küste.
Nos vemos!

Weitere Bilder findet Ihr hier: www.facebook.com/janspilleschmuck

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