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2018 Mai
Gold ohne Glanz – kulturelle Landpartie

GROßE FREUDE! Wir nehmen dieses Jahr an der KLP – Kulturellen Landpartie teil. Gemeinsam mit ujuzi.media zeigen wir Euch vom 10. bis zum 21. Mai 2018 die Multimedia-Ausstellung „ Gold ohne Glanz “. In einem Vortrag am 11. Mai um 18:30 Uhr berichten wir ausserdem von unserer Bergbaureise zu konventionellen Goldschürfern und Fairtrade-Kooperativen, die wir im Herbst 2017 in Kenia und Uganda besucht haben.

An dem Ausstellungsort KW6 stellen viele weitere Initiativen und Aktivisten Ihre Arbeit vor, u.a. die Seenotretter von Sea Watch. Ganz besonders freuen wir uns über den musikalischen Support von KETTCAR, die am 19. Mai ein Soli-Konzert geben.

Kommt zahlreich! Wir freuen uns auf Euch 🙂
Jan Spille + Team

 

Minenarbeiter in Afrika

 

GOLD OHNE GLANZ!

Eine Reise zu konventionellen Goldschürfern und Fairtrade Gold-Kooperativen in Afrika
MULTIMEDIA AUSSTELLUNG + VORTRAG

Die Welt ist im Goldrausch! Aufgrund des hohen Börsenpreises wird derzeit so viel Gold abgebaut wie noch nie zuvor. Wer es sich leisten kann, trägt Goldschmuck oder legt sich Goldbarren in den Tresor. Spätestens aber beim Smartphone wird deutlich, dass das Thema jeden angeht!

Gleichzeitig verschärfen sich die katastrophalen Bedingungen im Goldbergbau – wo Kinderarbeit, soziale Ausbeutung und gravierende Umweltzerstörung an der Tagesordnung sind. Vor allem der hohe Wasserverbrauch und die Kontamination mit giftigen Chemikalien werden immer wieder zu einem zentralen Problem. Die Leidtragenden sind die einheimische Bevölkerung und weltweit etwa 15 – 20 Millionen Kleinschürfer.

Familie beim konventionellen Goldabbau in Afrika

 

KONVENTIONELLER GOLDBERGBAU IN AFRIKA

Im Herbst 2017 besuchte der Hamburger Goldschmied Jan Spille gemeinsam mit den Filmemachern Jonathan Happ und Katja Becker die Goldschürfer in Kenia und Uganda:

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Goldminen sind dramatisch. In abgerissener Kleidung steigen die Minenarbeiter in die dunklen Stollen und Schächte. Sie arbeiten ohne Helme, lediglich mit einer Stirnlampe bekleidet – Arbeitsschutz gibt es nicht. Die Golderze werden mit Hammer und Meißel aus dem Gestein gebrochen. An der Erdoberfläche sind ganze Familien damit beschäftigt die Erze zu zerkleinern. Anschließend waschen Frauen in Waschschüsseln das Gold mit Quecksilber aus. Kinderarbeit ist allgegenwärtig.

In der ganzen Region sind Trinkwasser und Nahrung toxisch belastet. Immer wieder treten Fälle von Cholera auf. Krankheiten wie HIV, Typhus und Silikose sind weit verbreitet. Es kommt regelmäßig zu Arbeitsunfällen und Grubenunglücken bei denen Menschen sterben. Überall herrscht extreme Armut – reich wird hier niemand!

Jan Spille im Gespräch mit konventionell schürfenden Minenarbeiterinnen

 

Quecksilber wird mit den blossen Händen mit Gold zu Goldamalgam vermischt. Das Quecksilber wird anschliessend über offener Flamme verdampft.

FAIRTRADE GOLDBERGBAU IN AFRIKA

Im Gegensatz dazu steht der Besuch bei SAMA – der ersten Fairtrade zertifizierten Bergbaukooperative in Afrika. Gemeinsam haben sie viel erreicht: Frauen und Männer arbeiten gleichberechtigt miteinander. Kinderarbeit ist verboten. Höhere Arbeitslöhne sichern das Grundeinkommen. Gemeinschaftsprämien werden für soziale Projekte verwendet. Zahlreiche neue Arbeitsschutzstandards wurden etabliert. Die Arbeiter tragen heute Schutzkleidung wie u.a. Helme, Staubmasken und Arbeitsschuhe. Durch fachgerechtes Abstützen werden die Minen gesichert. Neue Technologien garantieren in Zukunft eine umweltfreundliche Goldgewinnung, ohne hochgiftiges Quecksilber und Cyanid.

Es wird deutlich, dass SAMA – als Pilotprojekt für den Fairtrade Bergbau – ein großer Erfolg werden kann. Schon heute folgen viele Goldschürfer in Uganda, Kenia und Tansania ihrem Beispiel. WALK ON!

Jan Spille im Gespräch mit Minenarbeitern von SAMA

 

Fairtrade zertifizierte Kooperative SAMA in Uganda

 

MULTIMEDIA-AUSSTELLUNG

Durch die Ausstellung „ Gold ohne Glanz !“ werden die Besucher mit auf eine Reise in die Goldminen Afrikas genommen. Filme und Bilder vermitteln einen Eindruck, was es heißt „unter Tage“ zu arbeiten und für nur wenige Gramm Gold extreme Belastungen auf sich zu nehmen. Gleichzeitig wird die Bedeutung eines ökologisch- und sozialgerechten Bergbaus aufgezeigt.

Mit Schmuck aus Eco+Fairtrade Gold und Silber wird darüber hinaus die Frage gestellt, ob Bergbau generell fair und nachhaltig sein kann?  …und ob es weitere Rohstoffkonzepte gibt, mit denen dem konventionellen Goldbergbau sinnvoll begegnet werden kann.

 

In Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen.

 

Gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

 

Gefördert durch Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Gefördert mit Mitteln der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt.

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