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Jan Spille und Team während der fairen Bergbaureise in der Mongolei

Mongolei

Unser FAIRMINED ECO Gold + Silber stammt von Bergbaukooperativen in Peru, Argentinien und aus der Mongolei.

Mongolei

FAIRMINED ECO Gold + Silber

Wir verarbeiten FAIRMINED ECO Gold + Silber von Bergbaukooperativen in der Mongolei. Auf einer Bergbaureise haben wir die Minenarbeiter:innen besucht, die nur wenige Monate zuvor als erste Mine in Asien Fairmined zertifiziert wurden. Wir waren beeindruckt von dem herzlichen Empfang und der allgemeinen Aufbruchstimmung.

Faire Bergbaureisen nach Mongolei: Eingang zu Fairmined Gold Mine
Faire Bergbaureise-Stempel Mongolei

XAMODX NGO

XAMODX NGO ist eine Abkürzung und bedeutet übersetzt „Kooperative selbstständiger Minenarbeiter“. Die Bergbaukooperative liegt auf ca. 2000 Metern Höhe mitten in der mongolischen Steppenebene im Distrikt Bajanchongor. Die insgesamt ca. 100 Minenarbeiter:innen leben in traditionellen Jurten, die sich über mehrere Hügel oberhalb der Goldader erstrecken und die verschiedenen Mineneingänge markieren. Die Frauen und Männer arbeiten in Teams von fünf bis zehn Arbeiter:innen zusammen und bauen die Golderze unter Tage ab. Anschließend wird das Gold in der Schwerkraftmethode vom Gestein getrennt – 100% ökologisch- und sozialgerecht!

Bergbaureise Mongolei

Durch die weite Grassteppe der Mongolei

Die Bergbau-Kooperative XAMODX NGO befindet sich im Norden der Wüste Gobi, ca. zwei Tagesreisen von der Hauptstadt Ulan Bator entfernt. Fernab der üblichen Touristenrouten geht es mit dem Geländewagen über Schotterpisten durch die großartige Grasssteppe der mongolischen Hochebene.

Auf unserer Reise waren wir immer wieder begeistert von der Natur, den Menschen und ihrer Kultur. In der Weite der Landschaft begegneten uns fast ausschließlich Nomaden mit ihren Tieren. Sie wohnen nach wie vor in traditionellen Jurten und leben von der Viehzucht. Sobald ein Weidegrund abgegrast ist, ziehen sie mit ihren Schafen, Ziegen, Yaks, Kamelen oder Pferden weiter und schlagen ihre Zelte an einem anderen Ort auf. Doch diese Ursprünglichkeit kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Mongolei in den letzten Jahren stark verändert hat.

Insbesondere durch den Klimawandel und der damit einhergehenden Verwüstung des Landes (Desertifikation) sind die Nomad:innen in ihrer traditionellen Lebensweise bedroht. Viele müssen ihr Nomadendasein aufgeben und in die Städte ziehen. Ohne qualifizierende Berufsausbildung haben sie hier schlechte Perspektiven. Arbeitslosigkeit und Armut drohen. Vor diesem Hintergrund suchen viele ehemalige Nomad:innen das Glück im Goldbergbau, um irgendwie die Existenzgrundlagen für sich und ihre Familien sichern zu können.

Angekommen bei XAMODX wurden wir sehr herzlich von den Minenarbeiter:innen mit dem zeremoniellen Essen aus Bjaslag, Buuz und Schafsfleisch empfangen. Für etwa eine Woche haben wir die Menschen bei ihrer Arbeit begleiten dürfen. Wir haben viele Gespräche geführt und spannende Eindrücke von ihren Lebens- und Arbeitsweisen sammeln können.

In den verschiedenen Arbeitsteams herrscht eine klare Aufgabenteilung. Während die Männer in der Mine arbeiten, übernehmen die Frauen häufig weniger kraftaufwendige Arbeitsbereiche außerhalb der Mine. Es gibt die Windenführer:innen, Zerkleinerer:innen, Sprengmeister:innen, Transporteur:innen – und bei der nächsten Schicht werden die Rollen wieder getauscht. Die Arbeiter:innen tragen funktionsgerechte Sicherheitskleidung u.a. mit Helm, Staubmaske, Handschuhe, Sicherheitsschuhen und Westen.

Die Goldader besteht aus weißem Quarz in dem das Gold in feinen Partikeln enthalten ist. Um das Golderz abzubauen, werden Löcher gebohrt und Sprengladungen angebracht. Nach der Sprengung wird das goldhaltige Gestein an die Erdoberfläche transportiert. Anschließend zermahlen große Trommeln die Erze zu einem feinen Gesteinsmehl, das auf Rütteltischen mit Wasser ausgewaschen wird. Das spezifisch schwere Gold bleibt übrig und kann eingeschmolzen werden. Auf diese Weise findet eine ökologische Goldtrennung statt, die ohne den Einsatz von Quecksilber und Cyanid auskommt.

Die Einkünfte aus dem Goldverkauf werden gerecht unter den Arbeiter:innen aufgeteilt. Sie erfüllen die zahlreichen Fairmined Standards und richten sich nach den ILO-Kernarbeitsnormen. Gleichberechtigtes Arbeiten von Frauen und Männern ist selbstverständlich und Kinderarbeit ist verboten. Sie verdienen einen garantierten Mindestlohn, zahlen Steuern und unterstützen somit die Volkswirtschaft ihres Landes.

Die Menschen von XAMODX sind die Pioniere für FAIRMINED ECO Gold + Silber in Asien. Sie zeigen, dass Goldbergbau auch anders gehen kann und sind somit ein Vorbild für viele Minenarbeiter:innen in der Mongolei und auf dem ganzen Kontinent.

Vamos a ver!

Faire Bergbaureisen nach Mongolei: Support of Mining
Logo support on mining

SUPPORT OF MINING

Neben unserer FAIRMINED ECO Kooperative haben wir ca. vier weitere ökologische und soziale Projekte im Goldbergbau besucht. Besonders eindrucksvoll haben wir den Besuch bei „soundso“ erlebt. Das Projekt gibt Frauen und Männern Arbeit usw.

Logo klimaneutrales Reisen

Klimaneutrales Reisen

Auf unseren Bergbaureisen sind die Folgen des Klimawandels mittlerweile allgegenwärtig und nehmen direkten Einfluss auf die Lebenssituation in den Minenregionen. Daher ist es für uns selbstverständlich die „Grundsätze für Nachhaltiges Reisen“ einzuhalten. Neben der Unterstützung lokaler Strukturen und dem Umweltschutz vor Ort, machen wir CO2-Kompensationen für alle unsere Geschäftsreisen!